Die Schulleiter Christian Walter und Max Weber, FSJlerin Laura Stoll sowie Roland und Petra Kuch (v. l.) von der TSG Ehingen freuen sich über die gelungene Kooperation zwischen Verein und Schule. SZ-Foto: thg

Laura Stoll aus Allmendingen hat kürzlich ihren Realschulabschluss gemacht und ist absolut sportbegeistert. Damit ist sie die perfekte Besetzung für ein "Freiwilliges Soziales Jahr Sport und Schule". Seit Anfang des Schuljahres absolviert sie ihr FSJ an der Längenfeldschule, der Hermann-Gmeiner-Schule und bei der TSG Ehingen.

Das FSJ Sport und Schule ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der baden-württembergischen Sportjugend. Das FSJ sei speziell darauf ausgerichtet, Bewegung, Spiel und Sport in Grundschulen und die Kooperation zwischen Schule und Sportverein auszubauen, heißt es in der offiziellen Beschreibung. In Baden-Württemberg läuft das Projekt bereits im vierten Jahr, Ehingen nimmt zum ersten Mal teil.

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Hier kooperiert die TSG Ehingen mit der Längenfeldschule und der benachbarten Hermann-Gmeiner-Schule. Finanziert wird die FSJ-Stelle durch alle drei Partner, den Großteil der Kosten trägt jedoch der Landessportverband Baden-Württemberg. Laura Stoll verbringt seit Anfang des Schuljahres 26 Stunden pro Woche an den beiden Schulen, die meiste Zeit davon mit Sport. Sie hilft im Unterricht und bei der Hausaufgabenbetreuung, leitet Sport-Arbeitsgemeinschaften, kickt mit den Schülern in der Mittagspause und leistet den Schulen damit wichtige Dienste. Denn das Thema Betreuung im Ganztagesbetrieb sei nach wie vor eine große Herausforderung und Laura dabei eine große Hilfe, sagt Max Weber, Schulleiter der Längenfeldschule.

Die restliche Zeit verbringt Laura Stoll bei der TSG Ehingen. Dort hilft die 17-Jährige in der Verwaltung, trainiert aber auch Mannschaften der Fußballjugend und hilft etwa beim Eltern-Kind-Turnen.

So profitieren alle Beteiligten vom Projekt und zeigen sich bislang sehr zufrieden. Auch Laura selbst hat viel Freude an der vielseitigen Tätigkeit. Sie werde von den Schülern respektiert und trotzdem habe man zusammen Spaß, sagt die Allmendingerin. Und sie hat noch nicht genug vom Sport: In ihrer Freizeit steht sie für die Fußballerinnen der SG Altheim in der Verteidigung. Wie es nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr für Laura weitergehen soll, weiß sie noch nicht genau, aber beruflich möchte sie später "auf jeden Fall etwas mit Sport" machen.

(Schwäbische Zeitung, 14.10.2016, Theresa Gnann)

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